Wie positioniert sich der BVMW Mittelrhein zur AfD?
Die jüngste Entwicklung beim Verband „Die Familienunternehmer“ zeigt eindrücklich, wie schnell sich politische Milieus verschieben können. Der Verband mit seinen rund 6.500 Mitgliedsfirmen hatte angekündigt, das bisherige „Kontaktverbot“ gegenüber der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland – kurz AfD – aufzuheben und mit Vertretern der Partei wieder Gespräche führen zu wollen. Daraufhin traten große Unternehmen wie Rossmann und Fritz-Kola aus dem Verband aus. Rossmann begründete seinen Austritt mit der neuen Haltung des Verbandes und distanzierte sich klar von der Öffnung gegenüber der AfD. Fritz-Kola bezeichnete seine Mitgliedschaft ausdrücklich als unvereinbar mit dem Wunsch nach gesellschaftlicher Offenheit und demokratischer Grundordnung. Marie-Christine Ostermann, Vorsitzende von “Die Familienunternehmer”, distanzierte sich mittlerweile von der AfD und hat ihre Position zu der damaligen Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Abend als Fehler deklariert.
Für unsere Verbandsmitglieder beim Der Mittelstand.BVMW hingegen bleibt die Brandmauer bestehen. Christoph Ahlhaus, Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Ende November noch: „Umfrage- und Wahlergebnisse sprechen derzeit nicht dafür, dass die Strategie der Brandmauer erfolgreich funktioniert hat.“, jedoch halten wir an unserer Leipziger Erklärung fest.
Der BVMW versteht sich nicht nur als wirtschaftliche Stimme des Mittelstands, sondern auch als Wertegemeinschaft. Wer den wirtschaftlichen Erfolg des deutschen Mittelstands sichern will, muss sich zur Demokratie bekennen. Der BVMW Mittelrhein übernimmt in dieser Phase für seine Mitglieder und für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland Verantwortung.
Welche Werte verteidigt der BVMW nach der “Leipziger Erklärung”?
Der BVMW steht nicht nur für wirtschaftliche Interessenvertretung. Er steht vor allem für klare Werte. In der Leipziger Erklärung bekennt sich unser Verband zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, zur sozialen Marktwirtschaft und zur europäischen Einigung. Diese Grundsätze bilden das Fundament für ein stabiles Unternehmertum in Deutschland.
Offenheit, freier Handel und europäische Zusammenarbeit sind keine politischen Floskeln.
Sie sind elementar für mittelständische Unternehmen, um am globalen Wettbewerb teilzunehmen, Fachkräfte zu gewinnen und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Gerade im ländlichen Raum hängen viele Betriebe von internationalen Lieferketten, Exportmärkten und europäischer Arbeitnehmerfreizügigkeit ab. Wer Weltoffenheit in Frage stellt, beschädigt das Fundament unserer Wirtschaft. Der Verband setzt ein klares Zeichen gegen jede Form von Abschottungspolitik, Intoleranz und Nationalismus. Eine Zusammenarbeit mit Parteien wie der AfD, die offen gegen diese Prinzipien arbeitet, ist für den BVMW nach der Leipziger Erklärung ausgeschlossen.
Warum sind extremistische Positionen für den Mittelstand eine wirtschaftliche Gefahr?
Die wirtschaftliche Realität im deutschen Mittelstand lässt sich nicht von politischen Grundhaltungen trennen. Wer ernsthaft Lösungen für aktuelle Herausforderungen sucht, muss sich von extremistischen Positionen distanzieren. Die AfD fordert unter anderem eine Einschränkung der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Für den Mittelstand wäre das fatal.
Viele kleine und mittlere Unternehmen sind heute dringend auf internationale Fachkräfte angewiesen. Der Fachkräftemangel betrifft nahezu jede Branche, von der Pflege über das Handwerk bis zur IT. Wer Grenzen dicht macht, verschärft dieses Problem. Wer Migration pauschal ablehnt, ignoriert die wirtschaftliche Notwendigkeit gezielter Zuwanderung.
Auch protektionistische Forderungen gefährden das deutsche Erfolgsmodell. „Made in Germany“ lebt vom Export, von offenen Märkten und globaler Zusammenarbeit. Die AfD stellt all das in Frage. Ihre Haltung zur EU, zu Handelsabkommen und zur Globalisierung ist nicht nur rückwärtsgewandt, sondern gefährlich für jeden Betrieb, der international tätig ist. Der BVMW Mittelrhein warnt daher deutlich: Extremistische Parteien sind keine Partner für den Mittelstand, sondern ein Risiko.
Was bedeutet die klare Haltung des BVMW für Unternehmer, die einen Verbandswechsel erwägen?
Die jüngsten Entscheidungen des Verbands Die Familienunternehmer, den Dialog mit der AfD zu öffnen, haben bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zu Irritation geführt. Die Frage, ob ein Verband noch glaubwürdig für demokratische Stabilität einstehen kann, ist aktueller denn je. Der BVMW Mittelrhein bietet in dieser Situation eine klare und verlässliche Alternative. Parteipolitisch neutral, aber in seinen Werten eindeutig, zieht der Verband eine unmissverständliche Grenze gegenüber extremistischen Kräften. Die Leipziger Erklärung spricht eine klare Sprache: Eine Zusammenarbeit mit Parteien wie der AfD kommt nicht infrage.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, geschlossen gegen diese neue Offenheit gegenüber extremistischen Positionen aufzutreten. Für Unternehmen, die sich mit diesem Kurs nicht identifizieren können, bietet der BVMW nicht nur Orientierung, sondern auch eine Gemeinschaft. Der Verband steht für Haltung, Stabilität und Verantwortung, nach innen wie nach außen. Wer sich neu positionieren möchte, findet beim BVMW Mittelrhein ein starkes Netzwerk und eine politische Heimat, die den Mittelstand mit Überzeugung und Prinzipien vertritt.
Wie können interessierte Unternehmen im Mittelrhein vom BVMW profitieren?
In Zeiten politischer Unsicherheit braucht es verlässliche Stimmen. Der BVMW Mittelrhein positioniert sich klar gegen die AfD und andere extremistische Kräfte. Wir stehen für wirtschaftliche Vernunft, demokratische Stabilität und unternehmerische Verantwortung.
Als unabhängiger Verband vernetzen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, fördern den Austausch mit Politik und Gesellschaft und vertreten Interessen auf allen Ebenen, ohne Nähe zu extremistischen Parteien. Wer sich nach einem verlässlichen, wertebasierten unternehmerischen Umfeld umsieht, ist herzlich eingeladen, mit uns ins Gespräch zu kommen.